Wohnheim mit integrierter Beschäftigung

Zielgruppen

Die Angebote der Murg-Stiftung richten sich primär an Menschen mit einer psychischen Beeinträchtigung aus dem Kanton Thurgau. Es werden jedoch psychisch Beeinträchtigte aus der ganzen deutschsprachigen Schweiz aufgenommen, die vorübergehend oder längerfristig auf einen geschützten Rahmen angewiesen sind.

Ausschlusskriterien sind Selbst- oder Fremdgefährdung, Gewalt oder Gewaltandrohung, akutes Krankheitsgeschehen, das den Rahmen des Konzeptes sprengt sowie regelmässiger Alkohol- und Drogenkonsum.

Klienten können im Alter von 18 bis 65 Jahren eintreten. Der Eintritt erfolgt freiwillig, Kooperationsbereitschaft und Akzeptanz des Konzeptes wird erwartet. Die Eintritte erfolgen von Zuhau-se, durch Sozialämter, die KESB oder andere Institutionen.

Angebote der Einrichtung

Die Murg-Stiftung bietet ihren Klienten eine umfassende Tages- und Nachtbetreuung während 365 Tagen, mit vollumfänglichem Betreuungsangebot im Wohnen und in der Tagesstruktur.

Die professionelle Begleitung und Betreuung der Klienten ermöglichen eine individuelle Förde-rung und Umsetzung der persönlichen Bedürfnisse und Ziele. Die folgende Auflistung gibt eine Übersicht über die Angebote in den Bereichen Wohnen und Beschäftigung.

Wir haben folgende Wohnformen:

Betreutes Wohnen: Betreutes Wohnen kann mit allen 4 Formen der Beschäftigung kombiniert werden. Niveau 4 ist aber eher die Ausnahme.
Begleitetes Wohnen (AWG): Begleitetes Wohnen kann mit Niveau 2 (Atelier) Niveau 3 und 4 kombiniert werden.
Wohntraining (AWG): Wohntraining kann mit Niveau 3 und 4 kombiniert werden.

Die Beschäftigung ist in 4 Niveaus eingeteilt.

Niveau 1: Begleiteter Tagesablauf
Niveau 2: Beschäftigung am Wohnort / im Atelier
Niveau 3: Arbeitsplatz Werkstatt bzw. Rüsterei oder externe Werkstatt
Niveau 4: Externer Arbeitsplatz

Betreuung und Dienstleistung

Aufnahmen / Austritte

ln der Regel erfolgt die Anmeldung durch soziale- oder medizinische Institutionen des ambulanten oder stationären Bereiches, durch Angehörige oder die Betroffenen selber.

Die Anmeldung erfolgt an die Leitung Wohnheim. Aufenthalt und Austrittsmodalitäten richten sich nach dem Betreuungs- und Beschäftigungsvertrag.

Wohnbereich

Das Wohnheim der Murg-Stiftung betreut die Klienten rund um die Uhr während 365 Tagen im Jahr.

Betreutes Wohnen:

Zielgruppe:

Wir betreuen Frauen und Männer im Alter zwischen 18 und 65, die sich zum Ziel gesetzt haben, Entwick-lungsschritte im sozialen, psychischen sowie lebenspraktischen Bereich zu verwirklichen. Mit fachkundiger Unterstützung und einer reflektierten Förderung und Forderung stärken wir die individuellen Fähigkeiten der / des Einzelnen und ihr / sein selbständiges und verantwortungsvolles Handeln.
Die Beziehung, das heisst der realitäts- und lösungsorientierte Umgang zwischen Klienten und Mitarbeiten-den ist Basis für die Zusammenarbeit.

Ziele:

  • Bewusster und konstruktiver Umgang mit der eigenen Erkrankung und Stabilisierung des Zustandes.
  • Stärkung der vorhandenen Ressourcen für eine möglichst selbstbestimmte Lebensführung im weiteren Lebensverlauf.
  • Zusätzliche Angebote sind Kurzabklärung (Lebensführung/ eigene Erkrankung) sowie zeitlich begrenzte Entlastungs- und Ferienaufenthalte.

Aufenthaltsdauer:

  • Die Aufenthaltsdauer ist den Möglichkeiten und Zielen der jeweiligen Klientinnen/Klienten anzu-passen. Grundsätzlich sind sowohl eine beschränkte wie eine unbeschränkte Aufenthaltsdauer möglich.

Konzept:

  • • Wohnen in zwei Häusern: Erle (schwächere Klientinnen/Klienten). Sonnegg (stärkere Klientin-nen/Klienten). Der Alltag für die Klientinnen /Klienten wird in den Bereichen Wohnen, Beschäfti-gung und Freizeit individuell gestaltet. Dies umfasst die Wahl des passenden Tages-Angebots, 24h Betreuung sowie:

    • Regelmässige Gespräche mit der Bezugsperson, mindestens alle 14 Tage.
    • Regelmässige Zielüberprüfung, alle 3 Monate
    • Standortgespräche mit Familie, Behörden, alle 6 Monate
    • Freie Arztwahl
    • Medizinische und psychiatrische Versorgung mit der Möglichkeit der Begleitung
    • Hilfe in Krisensituationen
    • Gruppensitzungen zum Informationsaustausch
    • Unterstützung bei der Austrittsplanung
    • Organisation der Anschlussplatzierung und Koordination mit Klientinnen/Klienten und deren gesetzlichen Vertretern

Auf die unterschiedlichen Ressourcenniveaus in den zwei Wohngruppen wird bei der Rekrutierung von Mitarbeitenden geachtet. Für die Erle sind eher PKP geeignet, für die Sonnegg eher Sozialpädagogin-nen/Sozialpädagogen mit hinreichendem Wissen zu psychiatrischen Diagnosen.

Nachtwache

Die Murg-Stiftung hat für die beiden Wohngruppen Erle und Sonnegg, sowie für die Aussenwohngruppe in der Nacht eine Fachperson, welche die Nachtwache abdeckt. Die Nachtwache beginnt ihren Dienst um 21.00 Uhr mit dem Rapport des Tagesdienstes und übergibt den Dienst um 6.45 Uhr mit dem Rapport an den Tagesdienst. In der Nacht zirkuliert die Nachtwache mehrmals zwischen den beiden Häusern Erle und Sonnegg.

Begleitetes Wohnen in der Aussenwohngruppe

Zielgruppe:

Die Zielgruppe ist dieselbe wie beim „betreuten Wohnen“. Im Vordergrund steht die soziale Fä-higkeit, das Zusammenleben mit den anderen AWG-Bewohnern zu gestalten. Die Klienten ha-ben die Fähigkeit, die eigene Wohn- und Lebenssituation mit regelmässiger Unterstützung durch Fachleute der Murg-Stiftung eigenverantwortlich zu gestalten. Selbstständige Einnahme der Medikamente, die Fähigkeit, sich in Krisensituationen selber in der Wohngruppe melden zu kön-nen sind Voraussetzung für eine Aufnahme in die Aussenwohngruppe. Vorhandensein einer regelmässigen Tagesstruktur von einem halben Tag innerhalb oder aus-serhalb der Angebote der Murg-Stiftung ist erforderlich.

Ziele:

  • Realistische Einschätzung der eigenen Ressourcen und Defizite bzw. Entwicklungspo-tenziale, Interesse an den Themen der Begleitgespräche und der eigenen Entwicklung
  • Stabilisierung der Wohnfähigkeit auf höherem Niveau
  • Fähigkeit, mit unerwarteten Herausforderungen umzugehen, sei dies selbstständig oder mit Hilfe der begleitenden Fachperson
  • Möglichst weitgehende Fähigkeit, die eigenen Angelegenheiten selbstbestimmt zu füh-ren (z.B. Beziehung zu Angehörigen, finanzielle Belange, Gesundheitsversorgung)

Anzahl Plätze:

  • Zur Zeit stehen 3 AWG –Plätze zur Verfügung, wovon ein Platz für das Wohntraining für 6 Monate reserviert ist.

Aufenthaltsdauer und Ziele:

Kann zeitlich beschränkt oder unbeschränkt geplant werden (zeitlich unbegrenzter Verbleib in der Aussenwohngruppe ist möglich, sofern indiziert und finanziert). Veränderungen des Ge-sundheitszustandes sowie in den äusseren Rahmenbedingungen (z.B. am Arbeitsplatz) werden in den regelmässigen Standortgesprächen thematisiert und ggf. in die weitere Planung einbezogen.

Konzept:

  • Grundsätzlich eigenständiges Wohnen mit einer regelmässigen Tagesstruktur
  • 2-3 x wöchentlich Kontakte mit Bezugsperson
  • Regelmässige Zielüberprüfung, alle 3 Monate
  • Standortgespräche mit Familie, Behörden, alle 6 Monate
  • Freie Arztwahl
  • Medizinische und psychiatrische Versorgung mit der Möglichkeit zur Begleitung
  • Hilfe in Krisensituationen
  • Gruppensitzungen zum Informationsaustausch
  • Auf Wunsch Teilnahme am Freiizeitsprogramm des Wohnheims
  • Unterstützung bei der Austrittsplanung
  • Organisation der Anschlussplatzierung bzw. Wohnungssuche und Koordination mit Klientinnen /Klienten und deren gesetzlichen Vertretern

Wohntraining

Zielgruppe:

Grundsätzlich gleich wie bei den anderen Angeboten, jedoch mit deutlich wahrnehmbarem Willen und den entsprechenden Möglichkeiten, innert der vorgegebenen Zeit (ca. 6 Monate) in eine leichter betreute Wohnform überzutreten. Das Wohntraining kann auch von Klientinnen/Klienten durchlaufen werden, die bereits vorher in der Murg-Stiftung Aufenthalt hatten und einen Fort-schritt ihrer Ressourcen erreichen.

Voraussetzungen:

Finanzierung durch Kanton oder Wohngemeinde ist gewährleistet.

Konzept:

Es werden die für selbstständiges Wohnen notwendigen Ressourcen beim Klienten/ der Klientin überprüft. Daraus entsteht die Liste der aufzubauenden Fertigkeiten und Fähigkeiten, die trainiert werden sollen. Gemäss Betreuungsplan wird der Klient/die Klientin durch die Bezugsperson in der Entwicklung begleitet.
Regelmässige Standortgespräche halten die Entwicklung fest, entsprechend wird das Programm angepasst.
Programme und Ziele werden laufend angepasst und überprüft. Je nach Verlauf beginnt früh-zeitig die Suche nach einer Anschlusslösung ausserhalb der Murg-Stiftung oder es erfolgt der Antrag auf einmalige Verlängerung um weitere 2, maximal 3 Monate. Das Wohntraining wird in einer Wohnung ausserhalb des Klinikgeländes durchgeführt, damit der Normalitätscharakter der Lebenssituation deutlich wahrnehmbar ist. Personelle Ressourcen werden flexibel eingesetzt.

Rechtzeitig vor dem Austrittstermin müssen Anschlusslösungen in der Beschäftigung gesucht werden.

In der Werkstätte liegt die Arbeitszeit für die psychisch beeinträchtigten Mitarbeitenden pro Wo-che bei 33,5 Stunden, bei einer 100% Beschäftigung. Individuelle Vereinbarungen bezüglich der Ar-beitszeit sind möglich und werden in der Arbeitsvereinbarung festgehalten.

Die Entlohnung für die psychisch beeinträchtigten Mitarbeitenden richtet sich nach ihren Leistun-gen, Fähigkeiten und Fertigkeiten die für ihre individuelle Bewertung relevant sind.

Angebot Beschäftigung

Niveau 1: Begleiteter Tagesablauf

Ziele:

  • Gesundheitszustand ist stabilisiert
  • Umgang mit der eigenen Erkrankung ist integriert, Ressourcen können entdeckt und eingesetzt werden
  • Kleinere Förderziele in der Alltagsbewältigung gemäss individueller Zielsetzung werden erreicht

Konzept:

Um die alltäglichen, lebenspraktischen Aufgaben bewältigen zu können, wird eine individuelle Begleitung im Tagesablauf nach Wochenplan und aktuellem Geschehen gewährleistet. Im Vor-dergrund stehen Regelmässigkeit im Aufstehen, in der Ernährung, im Bereich der Hygiene sowie im Wahrnehmen von Terminen.

Niveau 2 : Beschäftigung am Wohnort /im Atelier

Ziele:

  • Fähigkeit, über einen längeren Zeitraum mit derselben Tätigkeit beschäftigt zu bleiben
  • Eigene Fertigkeiten und Fähigkeiten werden entdeckt, gestärkt, gefestigt
  • Wenn möglich Vorbereitung auf den Wechsel ins Niveau 3

Konzept:

Beschäftigungsangebote im Wohnbereich, im Atelier sowie draussen, kreative und musische Tätigkeiten, Sport und Bewegung, Lesen, Kochen, Diskussionsrunden etc. Um die Förderung der Klientinnen und Klienten zu erweitern, besteht im Haus Erle ein Beschäftigungsangebot, welches vorwiegend im dafür eingerichteten Atelier angeboten wird. Die individuelle Begleitung wird durch die Fachpersonen des Wohnheims gewährleistet. Dafür wurde ein Feinkonzept erarbeitet und eine Fachperson aus den Bereichen Aktivierungs- und Ergotherapie angestellt und organisatorisch dem Bereich Beschäftigung angegliedert.

Niveau 3 : Arbeitsplatz Werkstatt

Zielgruppen:

Zusätzlich zu den Klientinnen/Klienten aus den Wohnangeboten der Murg-Stiftung können die Arbeitsplätze in der Werkstatt auch von extern wohnenden Klientinnen und Klienten besetzt werden, sofern die Finanzierung geregelt ist.

Voraussetzungen:

  • Geregelte Finanzierung
  • Fähigkeit zu einer regelmässigen Beschäftigung ausserhalb des Wohnbereichs
  • Konsum von nicht erlaubten Suchtmittel wie Drogen sowie Alkohol sind im Wohnheim, in der Werkstatt sowie auf dem Klinikgelände nicht erlaubt

Ziele:

  • Sicherstellen der Tagesstruktur
  • Erhaltung und Förderung der Arbeitsfähigkeit
  • Stärkung des individuellen sozialen Netzwerkes
  • Vielseitiges Beschäftigungsangebot

Konzept:

  • In der Arbeitsvereinbarung festgelegte Einsatzzeiten
  • Anpassung der Tätigkeiten auf die Fähigkeiten und Neigungen der Klientinnen/Klienten.
  • Arbeit ohne Produktions- und Termindruck
  • Aneignung von Fertigkeiten unter professioneller Anleitung
  • Auftragsarbeiten wie Verpackung und Versand, Ausrüstungsarbeiten, Falz-, Rill- und Klebearbeiten, Kleinmontage
  • Arbeitsplatz in der Früchte – und Gemüserüsterei der Clienia Littenheid AG Grossküche.
  • Herstellen von vielfältigen Eigenprodukten

Das Angebot besteht während ca. 250 Tagen pro Jahr (keine Betriebsferien, geschlossen an gesetzlichen Feiertagen)

Niveau 4 : Externer Arbeitsplatz

Voraussetzungen:

Ein den individuellen Möglichkeiten angepasster, externer Arbeitsplatz im Niveau 4 ist vorhanden.

Die Klientinnen/Klienten haben die Fähigkeiten und Fertigkeiten die vorgegebenen im Arbeitsvertrag geregelten Arbeitsbedingungen einzuhalten. Die Leitung Beschäftigung und die Bezugsperson des Wohnheims unterstützen die Klientinnen/Klienten bei der Suche nach einem geeigneten Arbeitsplatz.

Ziele:

  • Die Fähigkeit einer weitgehend selbstständigen Alltagsbewältigung bei der Arbeit zu erlangen.
  • Fähigkeit zur Übernahme von Eigenverantwortung und zur Erreichung eigener Ziele ist so weit wie möglich gestärkt.

Konzept:

  • Klientin/Klient nimmt einen Arbeitsplatz in einer externen Werkstatt oder im ersten Arbeitsmarkt wahr.
  • Trainingsmöglichkeiten zur Bewältigung des Arbeitsweges sind gewährleistet.
  • Stabilisierende Bezugspersonenarbeit zur Erhaltung der Arbeitsfähigkeit und der Alltagsbewältigung ist gewährleistet.
  • Begleitung zu externen Standortgesprächen durch die Bezugsperson.
  • Die externen Arbeitsplätze werden von der Leitung Beschäftigung, der Bezugsperson und von den Klient/innen selber gesucht.

Gesundheit

Die Gesundheitsvorsorge sowie die Gesundheitsversorgung sind im Qualitätsmanagement festgehalten und haben im Wohnheim – wie im Arbeitsbereich einen hohen Stellenwert.

Die ärztliche Versorgung wird durch Hausärzte, niedergelassene Psychiater sowie dem Externen Psychiatrischen Dienst in Sirnach sichergestellt. Grundsätzlich besteht für die Klientinnen und Klienten die freie Arztwahl.

In Notfällen kann der ärztliche Dienst der Clienia Littenheid AG, der rund um die Uhr zur Verfügung steht, in Anspruch genommen werden.

Soziale Kontakte allgemein

Im Bereich der sozialen Kontakte orientieren wir uns am Normalitätsprinzip. Die sozialen Kontakte erfolgen möglichst im üblichen Rahmen: Einkaufen, Post- und Bankkontakte, Vereine, Freizeitclubs, Ferien, Freizeitangebote, Behörden, etc.

Wenn immer möglich sollen soziale Kontakte ausserhalb der Institution genutzt werden. Die Besucherregelung ist in der Hausordnung geregelt.

Seit 4 Jahren besteht das Projekt „Tanztheater“ unter externer Leitung, an dem Klienten der Murg-Stiftung wie auch „gesunde“ Teilnehmer mitmachen. Diese Kontakte, wie auch die regelmässigen Auftritte ausserhalb von Littenheid, schaffen viele Begegnungsmöglichkeiten.

Sicherheit, Notfälle und Krisen

Das Sicherheitskonzept ist im QM Handbuch hinterlegt und beinhaltet:

  • Regelung für Notfälle und Krisen
  • Regelung betreffend Krisenkommunikation

Zusammenarbeit mit dem sozialen Umfeld

ln Absprache mit den Betroffenen finden regelmässige Kontakte zu Eltern, Familie, Angehörigen und Bekannten statt. Gesetzliche Vertreter werden punktuell für Standortbestimmungen eingeladen und bei weiteren Entwicklungsschritten der Klient/Innen informiert.

Förderung / Weiterbildung der Klientinnen und Klienten

ln der Förderung und Weiterbildung legen wir Wert auf individuelle Lösungen. Neben der Förderung im Alltagsgeschehen im Wohn- und Arbeitsbereich bestehen Möglichkeiten, externe Angebote zu nutzen.

Therapien

Die Klient/Innen gehen regelmässig zu Ihren Therapeuten. Auf Wunsch werden sie von der Bezugsperson begleitet. Auch hier steht für uns das Normalitätsprinzip im Vordergrund.

Aufsichts- und Beschwerdeinstanzen

Der Aufsichts- und Beschwerdeweg innerhalb der Institution entspricht dem Organigramm. Darüber hinaus sind der Betriebsausschuss und letztlich der Stiftungsrat der Murg-Stiftung zuständig. Die Kantonale Beschwerdeinstanz ist die Kantonale Heim-kommission. Jeder Klient erhält eine schriftliche Information über seine Rechte und den Beschwerdeweg.

Öffentlichkeitsarbeit

Das Wohnheim und die Werkstätte betreiben Öffentlichkeitsarbeit in eigener Sache (z.B. Tag der offenen Tür, öffentliche Veranstaltungen, Jahresbericht, Presseberichte, Teilnahme an Veranstaltungen anderer Gruppierungen zum Thema Psychiatrie und Beeinträchtigungen). Das seit 4 Jahren bestehende Projekt „Tanztheater“ mit externen Auftritten bietet der Murg-Stiftung eine gute Plattform der Öffentlichkeitsarbeit. Ebenfalls schafft der Verkauf von Eigenprodukten der Klienten auf verschiedenen Märkten bzw. ab Werkstatt, Berührungspunkte zur Öffentlichkeit und unserer Umgebung.

Entwicklungsabsichten / Zukunftsperspektiven

Wohnen:

  • Stärkung des Profils der Murg-Stiftung als kompetente Anbieterin für Klient/Innen mit komplexen Krankheitsbildern und wenigen Ressourcen
  • Gleichzeitig Ausbau des Angebots AWG und Wohntraining, damit der Mix der Klientinnen/Klienten sich nicht einseitig in Richtung schwächere Klient/Innen entwickelt
  • Einführung und Stärkung des bewusst gepflegten Freizeitkonzeptes
  • Anpassung der räumlichen Begebenheiten an die kantonalen Vorgaben

Beschäftigung:

  • Stärkung des Angebots Einzelarbeitsplätze für Klientinnen / Klienten mit entsprechenden Fähigkeiten
  • Anpassung der räumlichen Möglichkeiten entsprechend der Entwicklung der einzelnen Niveaus